Insektencounter bauen

Insektencounter bauen

Die Zahl der Insekten schwindet. Doch wieviele von ihnen gibt es tatsächlich vor unserer Haustür – oder auf den Wiesen in unserer Nachbarschaft?

Mit dem Insekten-Counter wollen wir es herausfinden. Das Tool soll Insekten in der ersten Stufe zählen, in einer zweiten klassifizieren können (anhand der Körperform Hummel, Falter, Wanze auseinanderhalten) und später in der dritten Ausbaustufe vielleicht sogar zu einer Artbestimmung fähig sein. Wir können hier interessante Technologien anwenden: Mikrocontroller, LoRaWAN, Bilderkennung, KI und mehr.

Bisher sammeln Wissenschaftler Insekten in Fallen, in denen die Tiere sterben und gleich in Alkohol konserviert werden. Anschließend wird die komplette Biomasse gewogen. Dieses Verfahren ist fast 100 Jahre alt, wie wollen etwas Neues erfinden, was die Insekten weiterhin leben lässt und uns möglicherweise Echtzeitdaten mit Tagesverläufen liefern kann. Hieraus können wir später Handlungsempfehlungen ableiten, um Insekten wieder verstärkt anzusiedeln und zu schützen.

Fangen wir jetzt mit Stufe 1 an: Wie sieht die Hardware aus, wenn wir Insekten zählen wollen? Nutzen wir LEDs, Infrarot oder eine andere Technologie? Locken wir sie an, und wenn ja, wie? Unsere aktuelle Idee sieht so aus: Eine PiCam (Raspberry Pi) fotografiert in einem Zeitrhythmus eine Fläche ab, auf der Insekten angelockt werden oder vorbeihüpfen/fliegen. Die Fläche besteht entweder aus einem leuchtenden LED-Panel oder einer Farbtafel (manche Bestäuber-Insekten stehen z.B. auf gelbe Flächen). Wenn jetzt KI und Maschinelles Lernen ins Spiel kommen, können wir das Insekt später einer Ordnung und vielleicht sogar einer Familie zuordnen.

Ein ganz anderer Ansatz wäre die Nutzung des Doppler-Effekts bei Mikrowellen. Damit kann man gehende Menschen erkennen, aber wären damit auch Insekten detektierbar? Und wie machen es die Fledermäuse? Über Echo-Location („Bio-Sonar“) können sie Insekten sehr gut erkennen – können wir das auch für unsere Zwecke nutzen?

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